Aldersbach

Aldersbach kultur- und kirchengeschichtlicher Ort

klostergarten und kirche beitragAldersbach kann nicht nur auf eine bewegte Ortsgeschichte zurückblicken, sondern erlangte auch in kulturhistorischer und kirchengeschichtlicher Hinsicht Bedeutung. Schon im 8. Jahrhundert dürfte sich im heutigen Gemeindegebiet ein herzogliches Gut des Agilofingers Odilo befunden haben. Erstmals erschien der Ort "Aldarespah" in einem Dokument des Klosters Mondsee, das vom Bau einer Peterskirche im Jahre 735 berichtete.

Im Juli 1146 kamen 12 Zisterziensermönche unter der Leitung von Abt Sigfrid aus Ebrach in Franken nach Aldersbach und übernahmen das 1120 gegründete Augustiner-Chorherrenstift in Aldersbach St. Peter. Diese geschah noch zu Lebzeiten des größten Zisterzienserheiligen Berhard von Clairvaux (1090-1153). Die Augustiner überließen das Kloster den Zisterziensern, die eine neue Klosteranlage am heutigen Standort errichteten.

Bereits um das Jahr 1230 ist eine Schule nachweisbar, später kamen noch ein Gymnasium und eine Hochschule zum Kloster hinzu. Aldersbach besaß die größte Bibliothek in Niederbayern mit über 30.000 Bänden. Ein Dokument aus dem Jahre 1268 belegt, dass die Mönche in den Klostermauern die Kunst des Bierbrauens verstanden.

Aus kleinen Anfängen entwickelte sich die Zisterze Aldersbach zu einem der reichsten und bedeutendsten Zisterzienserklöster in Altbayern. Aldersbach wurde zu einem geistigen, religiösen, kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum in Bayern.

Fast acht Jahrhunderte wirkten die Mönche in Aldersbach bis der Klostersturm im Jahr 1803 das klösterliche Leben zerstörte und die Mönche vertrieb.

1811 erwarb Freiherr Johann Adam von Aretin das Kloster und führte die Tradition des Aldersbacher Brauwesens fort.

Durch den Historiker und Theologen Abt Wolfgang Marius erlebte das Kloster eine Blütezeit. 1670 wurde eine Hochschule für Philosophie und Theologie gegründet.

1720-1734 folgte der Abbruch der alten Klosterkirche und es wurde die heutige Marienkirche erbaut.