Walchsing/ Kriestorf

Zur Geschichte Walchsings

walchsing kircheDie Ortschaft Walchsing und das ehemalige Gemeindegebiet zählen zu den ältesten Siedlungsgebieten im Vilstal. Durch neueste Funde in Kriestorf, ehemals Gemeinde Walchsing, wird belegt, dass bereits in der Jungsteinzeit (ca. 4900 bis 4000 vor Chr.) Menschen hier gesiedelt haben.

In der noch gut erkennbaren Kultstätte fand man neben einer tönernen Kultfigur auch Reste von Menschenknochen, Steinäxten und Scherben von Tongefäßen. Auch Reste einer Siedlung wurden zutage gefördert.

Die Steinzeitfunde reichen über einen Zeitraum von fast 1000 Jahren und gehen bis in die Keltenzeit über.

Auch Siedlungszeugnisse der Kelten aus der La-Téne-Zeit (nach dem Fundort La Téne am Neuenburger See), in den letzten 4 Jahrhunderten vor Christus, sind in Walchsing im sogenannten "Stranzinger Acker" gefunden worden.

Römisches Siedlungsland war Walchsing auch zur Zeit der Römer. Es lag an der Fernstraße von Töging am Inn nach Künzing. Einige Bauten (Wachtürme) werden den Römern zugeschrieben, sind aber nicht nachweisbar.

Zum Mondseer Besitz in Walchsing im frühen 8. Jahrhundert paßt das Mondseer "Patrozinium St. Michael" der dortigen Klosterkirche.

Die älteste sichere Urkunde vom Ort Walchsing stammt vom Jahr 1100. Aus dieser Urkunde geht hervor, dass der damalie Bischof Ulrich von Passau dem Kloster St. Nikola bestätigt, dass das Kloster einen Hof in Walchsing erhalten hat.

In der Nähe von Kloster Aldersbach saßen um 1140 die Herren von Walchsing.

(Literaturhinweis: Herausgeber Arbeitskreis Dorferneuerung Walchsing; Verfasser Richard Pesl, Aidenbach)

 

 

 

 

 

Zur Geschichte Kriestorfs

kriestorf kircheKriestorf liegt am linken Ufer der Vils im königlichen Bezirksamt und Landgericht Vilshofen und bestand 1821 aus einer Kirche und 21 Häuser wovon eines ein Bräuhaus, 2 Gasthäuser und eines eine Mühle war. Der Name wird abgeleitet von chrus, grois oder Chries und bedeutet grober Sand, den früher hierum die Vils abgelagert hat. Es zählt vermutlich zu den ältesten Siedlungenim unteren Vilstal.

Wie neuzeitliche Ausgrabungen beweisen, siedelten bereits seit mehr als 6000 Jahren, in der mittleren Steinzeit hier Menschen. Gut einen Meter unter der Erdoberfläche fand man neben Scherben und Gefäßen, einer Kultfigur, auch Rest von Menschenknochen.

Ob die Römer hier gesiedelt haben ist nicht nachvollziehbar aber möglich, da sich die von Töging über Baumgarten, Haidenburg und Weng nach Künzing sich hinziehende Römerstraße, an Kriestorf vorbeigeführt hat.

Die älteste Urkunde über Kriestorf verdanken wir dem Kloster Aldersbach aus der hervorgeht, dass bereits im 12. Jahrhundert in Kriestorf sich ein Edelsitz befunden hat da damals Edle von Kriestorf genannt werden.

Am Anfang des 14. Jahrhunderts treten die Goder zu Kriestorf auf.

Die heutige Kirche St. Othmar wurde von 1512 bis 1515 erbaut. Stifter waren die hier begüterten Edlen Michael Peer und die Brüder Christoph und Hans Goder. Die Konsekration war am 27. Juni 1518.

(Literaturhinweis: Herausgeber Arbeitskreis Dorferneuerung Walchsing; Verfasser Richard Pesl, Aidenbach)

 

 

 

 

Goderhof in Kriestorf

haus walchsing